Christina Lüdicke

Christina Lüdicke (Violoncello) erhielt ersten Cellounterricht mit 7 Jahren. Ihre musikalische Ausbildung absolvierte sie an der Spezialschule für Musik in Weimar- Belvedere und studierte von 1977- 1982 an der Hochschule für Musik „Franz Liszt“ in Weimar bei Prof. Wolfgang Weber. Dort schloss sie ihr Studium als Diplom-Musikerin ab.

 

Seit 1981 ist sie als Fachlehrerin für Violoncello und später auch als Fachbereichsleiterin am Konservatorium Schwerin tätig. Ab 1992 übernahm sie dort die Stelle der stellvertretenden Direktorin und ist außerdem Leiterin der Studienvorbereitenden Abteilung und des Fachbereichs Orchesterinstrumente.

 

Sie ist eine gefragte Jurorin beim Wettbewerb „Jugend musiziert“ bis zur Bundesebene sowie beim internationalen Wettbewerb “Verfemte Musik. Seit ihrem Studium widmet sie sich intensiv der Kammermusik in verschiedenen Ensembles. Sie konzertierte u.a. im Rahmen der Schweriner Kammermusiktage, der „Estnischen Woche“, des Wettbewerbs „Verfemte Musik“ sowie bei den Schweriner Schlosskonzerten. Gastspiele führten sie nach Frankreich, Tschechien, Israel und in die USA. Christina Lüdicke war Gründungsmitglied u. a. des ROSENBUSCH- QUARTETTS. Regelmäßig führte sie Werke verfemter Komponisten wie z.B. von Viktor Ullmann, Gideon Klein, Pavel Haas, Hans Krása, Erwin Schulhoff, Eric Zeisl, Aldo Finzi, Karel Reiner und Kurt Weill auf. In den letzten Jahren beschäftigte sie sich darüber hinaus intensiv mit dem Tango Argentino und dem Komponisten Astor Piazzolla. Mit ihrem Ensemble TANGO 3 konzipierte sie das multimediale Programm „Piazzollas Klassiker“, dessen Aufführungen mehrfach ausverkauft waren.

 

2004 gründete sie mit Schweriner, Hamburger und Berliner Musikern den Kammermusikverein Mecklenburg- Schwerin / Hamburg, dessen Vorsitzende sie einige Jahre war. Seit einiger Zeit erweitert sie ihre musikalischen Möglichkeiten mit dem E-Cello. Im vergangenen Jahr entdeckte sie ihre Liebe zur Musik John Dowlands und seinen italienischen und spanischen Zeitgenossen. Gemeinsam mit der Sängerin Ruth Kiefer und dem Lautenisten Ulf Dressler entwickelte sie ein Renaissance-Programm.

 

Foto: Daniela Semlow